Rückblick Girmsd 2018

Sie ist vorbei, die Girmsd 2018. Und wieder einmal war sie grandios. An all den Tagen haben wir viel Frohsinn, Stimmung und ausgelassene Lebensfreude erlebt. Und einen fantastischen Einsatz vieler, vieler Helfer bei Vorbereitung, Durchführung und Nachbereitung des Festes.

 

Doch der Reihe nach:

Nachdem es dem Lympischen Komitee in der Woche vor dem eigentlichen Fest gelungen war, das Lympische Feuer zu entzünden, konnte sie überhaupt erst beginnen, die Girmsd 2018. 

Am Freitag zur Bierprobe erlebten wir ein sehr gut gefülltes Bierzelt mit spannungsgeladenen Besuchern. Spannung zunächst, wie wohl die Bürgermeisterin den Fassanstich absolvieren wird, gab es da doch in der Vergangenheit so manche Dusche … !  Doch, horcht, horcht, sie hat das richtig gut hinbekommen. Bis, ja bis der Präsident eingriff und er doch noch für eine (ungewollte) Dusche sorgte.

Die größte Spannung und die größte Vorfreude lagen aber wegen unseren Schweizer Gästen in der Luft. 

Vorfreude, weil sie uns bereits bei ihren ersten 2 Besuchen vor vielen Jahren ans Herz gewachsen waren. Spannung, wie sie nach langer und lauter Anfahrt mit dem Bus aus der Schweiz und einem nachmittäglichen Brauereibesuch in Radeberg wohl aussehen werden …

Aber wieder einmal demonstrierten sie, und das nicht nur an diesem Abend, wie trinkfest Schweizer sein können!

Es war eine ganz besondere Atmosphäre, als die Chatzemuisig Buochs mit ihren unverwechselbaren Instrumenten und ihrer unverwechselbaren Musik in das Zelt einzogen, liebevoll empfangen von den vielen Gästen, zur Begrüßung die Schweizer Fähnchen schwingend.

Und es ging weiter im Schweizer Rhythmus: DJ Bobo höchstselbst sorgte für Stimmung, die Schweizer spielten auf einem  Alphorn und darüber hinaus richtig gute Stimmung, Tanz und gute Laune. Und auffallend viele, die extra zu diesem besonderen Abend in Lederhose oder Dirndl erschienen.

Eine lange Nacht nahm erst am frühen Morgen bei einigen ihr Ende.

Doch lange Zeit zum Ausruhen blieb nicht. Bereits 11.30 Uhr setzte sich der Schützenumzug in Bewegung, um den zu dieser Zeit noch amtierenden Schützenkönig Wolfram Martin abzuholen. Danach begann das Vogelschießen 2018, an dessen Ende sich der neue Schützenkönig Wolfgang Teich in die Analen eintragen konnte. Munter wurde parallel dazu auch auf den Gästevogel geschossen, meistenteils von den Flintenweibern von Fischbach. Ob sie sich als Preis einen „Schützenhannes“ als Adäquat zum Schützenliesel erhofften?

Nach dem Mittag gingen bei den Kinderlympics auch die Lympionicen von Morgen an den Start. Und alle waren mit viel Elan und Begeisterung bei der Sache.

Wem das zu aufregend war, der schaute bei Clown Bino im Zelt vorbei.

Um 15 Uhr traten dann die Lympionicen aus aller Welt auf den Plan bzw. auf den Festplatz. Sage und schreibe eine Stunde dauerte die Dopingprobe, welche das streng geschulte Kampfrichterteam vornahm. Manch Zuschauer konnte danach feststellen, dass einige der Kampfrichter schon vor den eigentlichen Lympics schwer geschafft waren …

Um 16 Uhr zogen dann die neun Mannschaften nebst Kampfrichtern in die Lympische Arena ein. Nach einer beeindruckenden Feuerübergabe durch das Team „Reisegruppe Wolfgang“ und dem obligatorischen Lympischen Schwur begannen die bis in die letzte Ecke der Leber hochmotivierten Teams die Spiele. Verdammt viel Spass und Gaudi war das, nicht nur für die Zuschauer, nein, natürlich auch für die Athleten selbst. Am Ende gab es einen neuen Sieger. Das erste mal am Start und gleich Gewinner der Fischbachlympics war das Team aus Langenwolmsdorf. Gratulation noch einmal von dieser Stelle!!!

Wer es etwas ruhiger wollte, ließ sich in die Versöhnungskirche zur musikalischen Vesper einladen.

Lauter wurde es dann abends wieder im Festzelt. DJ Alex lud zum Kirmestanz und viele, viele kamen.

Statistisch gesehen war das Dorf leer, weil alle, aber auch wirklich alle im Zelt waren. Doch das ist nur Statistik. In Wahrheit freuten wir uns wieder über viele Gäste aus dem weiten Umland. 

Und auch dieser Abend endete erst wieder in den frühen Morgenstunden …

Am Sonntag stand natürlich (fast) alles wieder unter dem Zeichen des Moritzrennens. Doch darüber hinaus wurde eine Menge mehr geboten.

Zu vormittäglicher Stunde wurde der Festgottesdienst in der Versöhnungskirche gefeiert.

11.30 Uhr fand unser Kirmeslauf über 1.200 m statt, an dem insbesondere die kleineren Altersklassen ihre helle Freude hatten. Die Siegerehrung fand dann vor großem Publikum vor dem Moritzrennen statt. 

Mit Tanz und Gesang wurden währenddessen unsere Gäste im Zelt unterhalten. Wechselndes Programm auf der Kleinkunstbühne wurde mit viel Applaus honoriert. Wir danken an dieser Stelle allen Aktiven für ihren Beitrag.

Und dann wuchs die Spannung. Fünfzehn wunderbar gestaltete Moritze traten zum Rennen in der Formel Moritz an.  Zum 25. Male übrigens.  Und die Kulisse war eines Jubiläumsrennens absolut würdig !!!

Tausende säumten bei herrlichstem Sonnenschein die Strecke, die Parkplätze waren überfüllt, sodass kurzfristig Ersatzplätze geschaffen werden mussten.

Moritzherz, was willst Du mehr !!!

Doch vor dem Rennen wurde es zunächst emotional. Moritzteam, Rennleitung und alle Gäste gedachten noch einmal Lutz „Olsen“ Oelze, der dieses Rennen von Anfang an maßgeblich mitgestaltet hatte und in diesem Jahr viel zu früh von uns gegangen ist. Ihm wurde das diesjährige Rennen gewidmet. 

Nach dem offiziellen Start entwickelte sich ein überaus spannendes Rennen um den Titel „Schnellster Moritz“, welchen die „Wilde Hilde“ erst in der Schlußrunde für sich entscheiden konnte.

Noch schwieriger wurde es bei der Ermittlung des schönsten Moritzes. Es ist immer wieder beeindruckend, wieviel Zeit, Mühe und auch Geld die Teams aufwenden, um ihre Renntraktoren zu gestalten und letztendlich die Herzen der Zuschauer zu erfreuen. 

Allergrößten Respekt verbunden mit einem herzlichen Dank an alle, die auch dieses Jahr wieder dabei waren. 

Die Wertung um den „Schönsten Moritz“ ist ein seit Jahren ausgeklügeltes System, in dem sich einesteils die Teams selbst bewerten, anderenteils die Jury auf der Tribüne Punkte abgeben darf. Alle Punkte zusammen entscheiden dann über die Platzierung. Und trotzdem gibt es immer wieder Freude und Tränen, Sieger und Enttäuschte.

In diesem Jahr gewann mit einem hauchdünnen Vorsprung von nur einem Punkt der „Feuerwehrmann Sam“ vor der „Santa Maria“, dem spanischen Entdeckerschiff vom Team Oelsner.

Auch hier noch einmal Glückwunsch den Siegern und Platzierten.

Nach dem Moritzrennen war noch lange nicht Schluss. Im Zelt heizten die „Grenzgänger“ noch einmal richtig ein. Und um 19 Uhr startete der Fackelumzug mit unseren lieben Freunden vom Spielmannszug Radeberg. Immer wieder auch ein Genuss, wenn die Radeberger zum Schluss im Zelt noch einmal groß aufspielen. Und immer wieder schön, und auch das gehört mittlerweile zur Kirmes, wenn Ronny Nitzsche sie ein paar Lieder lang dirigieren darf.

Und dann war sie auch schon wieder vorbei, unsere Girmsd. 

Drei Tage lang Party fast ohne Ende. Drei Tage lang Ausnahmezustand in Fischbach. Drei Tage lang unglaublich viele Gäste aus Nah und Fern. Es war für uns eine Wahnsinnsfreude, dass diese unsere Girmsd wieder so einen Zuspruch erlebt hat. Und es war der Lohn für viele Mühen.

So ein Fest ist nur möglich, wenn sich ganz ganz viele engagieren. Dank zunächst an alle Helfer vor und hinter den Kulissen, egal, ob schon seit Monaten mit der Kirmes beschäftigt oder nur während der Tage. Jeder einzelne, auch wenn er nur einen 2-Stunden-Dienst schiebt, ist uns wert und ist uns willkommen, weil er auch einen unschätzbaren Dienst für andere, für unsere Gäste und damit letztendlich für die Gesellschaft leistet.

Umso bemerkenswerter und beeindruckender war es in diesem Jahr, wie viele fleißige Helfer mitgewirkt haben, und das nicht nur von den Mitgliedern der beteiligten Vereine. Viele andere aus Fischbach, Arnsdorf, Seeligstadt, Radeberg und und und, denen die Kirmes einfach nur am Herzen liegt, haben uns unterstützt. Zum Teil waren so viele Helfer da, dass einige wieder mangels Arbeit nach Hause geschickt werden mussten!!! 

 

DANKE, DANKE, DANKE noch einmal. Ihr seid großartig!!!!!!!!!

 

Danke auch allen Sponsoren!

So ein Fest verursacht immense Kosten. Ohne Sponsoren müssten all diese Kosten über Eintritts- und Verkaufspreise refinanziert werden. Die Sponsoren sorgen dafür, dass Preise moderat bleiben, dass Werbung finanziert werden kann, dass attraktive Preise für Lympics, Lauf und Moritzrennen ausgelobt werden können, dass notwendige Investitionen für die nächsten Kirmesfeste getätigt werden können. Danke für Ihren unschätzbaren Beitrag dafür!!!

 

Danke an alle Gäste und Besucher!!!

Für Euch veranstalten wir die Kirmes. Und das nun schon seit 29 Jahren.

Es ist schön, zu sehen, dass Ihr uns die Treue haltet, dass Ihr Euch jedes Jahr auf´s Neue einlasst, die Kirmes mit uns nicht nur zu erleben, sondern ausgelassen zu feiern. 

Einen schöneren Lohn kann es für uns nicht geben. Und einen größeren Ansporn für die nächste Kirmes auch nicht ! Wir freuen uns schon jetzt auf Euch im Oktober 2019!!!

 

Nun noch ein Wort zu unseren Schweizern:

Wir hatten hohe Erwartungen an Euch. Die habt Ihr nicht erfüllt. Ihr habt sie weit übererfüllt!!!

Es war soooo schön mit Euch alle Tage!

Es ist erstaunlich, wie schnell man sich innerhalb weniger Tage ans Herz wachsen kann. Zwischen den Schweizern und uns war es so. Bei der Verabschiedung vor dem Moritzrennen gab es auf beiden Seiten wirklich das eine oder andere Tränchen …

Und im Nachgang gab es aus der Schweiz noch eine längere sehr emotionale WhatsApp, in der sie noch einmal zum Ausdruck brachten, welch ein unvergessliches Erlebnis dieses Wochenende für alle Beteiligten war und dass sie das wohl nie vergessen würden …

Ganz nebenbei wurde an diesen Tagen auch noch ganz viel für die Völkerverständigung getan:

So wissen wir in Fischbach jetzt, was eine Antibuschlitäfeli ist und was derjenige macht, der bisle geht, die Schweizer wiederum wissen, was eiverbibbsch bedeutet und was eine Hornsche ist. Und all das können die nach diesen Tagen auch akzentfrei im tiefsten sächsisch aussprechen!  EIVERBIBBSCH!!!

Und so grüßen wir von dieser Stelle aus noch einmal unsere Schweizer Freunde mit einem kräftigen SÄLÜ!!! Irgendwann sehen wir uns wieder, entweder in der Schweiz oder in ein paar Jahren zur Girmsd!

 

Euch alle, liebe Leser, möchten wir an dieser Stelle verabschieden.

Wir wünschen einen schönen Herbst, besinnliche Adventszeit, frohe Weihnachten, einen guten Rutsch, kommt gut übern Winter. Und dann rückt sie schon wieder ins Blickfeld: die Girmsd 2019! Mit Euch? 

 

Wir zählen auf Euch!!!

Euer Festausschuss

 

PS:

Übrigens, die Girmsd 2019 findet statt vom 04.-06.10.!

Wie sich das mit den Kirmesdaten in Fischbach genau verhält, lest Ihr in einem separaten Artikel auf dieser Homepage.     

 

Fotos zur Girmsd 2018 findet Ihr in den nächsten Tagen hier.

 

Und noch ein PS:

Wir geben uns bei der Organisation alle Mühe, ohne den Anspruch zu haben, perfekt zu sein. Immer wieder hinterfragen auch wir uns, was können wir nächstes Jahr anders, was können wir besser machen. Dazu interessiert uns natürlich auch Ihre Meinung. Was hat Ihnen gefallen, was nicht? Was können oder sollen wir Ihrer Meinung nach ändern? Für Ihre Hinweise sind wir sehr dankbar. 

Nutzen Sie dafür am Besten unsere E-Mail-Adresse. Diese steht Ihnen ganzjährig zur Verfügung. Andere Wege wie Post, Telefon oder persönlicher Kontakt zu den Verantwortlichen stehen Ihnen selbstverständlich auch offen.